Bunker Gosen am 28., 29. und 30. Oktober geöffnet

Geheimer Standort zur Koordinierung der DDR-Auslandsspionage im Krisenfall

Der 2022 neu gestaltete Eingangsbereich in den Spionage-Bunker Dosen.Die nächsten Führungen durch den Bunker der DDR-Auslandsspionage HV A in Gosen finden am 28., 29. und 30. Oktober statt.

Der Bunker in Gosen wurde von 1982 bis 1984 als geschützte Ausweichführungsstelle für die Spitze der DDR-Auslandsspionage um ihren damaligen Chef Markus Wolf gebaut und bis 1989 betrieben.

2019 öffnete hier die Dokumentationsstätte. Deren museums-pädagogischer Schwerpunkt ist die DDR-Spionagetätigkeit im Umfeld westdeutscher Regierungsbunker als Staatsgeheimnisse der "alten" Bundesrepublik. Diese Objekte galten als wichtige Indikatoren zur Feststellung von Spannungsphasen. 

Filterstrecke im Bunker Gosen, die fast unberührt im Zustand von 1989 ist.Der Belegungsfall war gleichzusetzen mit einer Verschärfung der politischen wie auch militärischen Lage. Entsprechend lückenlos wurden die westlichen Regierungsbunker durch die DDR-Spionage überwacht.

Aufbau und Wirkungsweise der Bunkertechnik werden bei den "Technik-Führungen" über den Originalzustand der Bunkeranlage Gosen erklärt. Diese Verbindung aus historischer Aufarbeitung in Archiven des Bundes und deren inhaltliche Vermittlung an einem authentischen Ort der Zeitgeschichte ist für die Spionagetätigkeit bundesweit einmalig.

Anmeldemöglichkeiten gibt es im Internet hier:
www.bunker-gosen.de

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27.10.2021